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  OESTIG - Oesterreichische Interpreten Gesellschaft

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Österreich

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Mag. Elfi Oberhuber
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NEUE MUSIK – NUOVI COLORI: 30.11.2017, 19h30


Wer glaubt, sich mit den beiden Gegensätzen Tonale versus Atonale Musik seinen Zugang zum Harmonieverständnis und somit auch die Wertmaßstäbe bezüglich seines Geschmacks zurechtgelegt zu haben, wird in diesem Konzert eines Besseren belehrt: Denn die Wahrheit der hohen, auch unterhaltsamen neuzeitlichen Musikkunst liegt im großen Forschungsfeld der "Mitte".

NUOVI COLORI stellt in dieser Saison – den Wagemut der Stücke betreffend – das bisher herausforderndste Programm im Roten Salon dar. Cellistin URSULA ERHART-SCHWERTMANN und Pianistin TZVETA DIMITIROVA nehmen sich dessen an. Die zwei Interpretinnen sind, wie viele der von ihnen gespielten Komponisten, Mitglied der den Abend unterstützenden Interessengemeinschaft Niederösterreichische Komponistinnen (INÖK), weshalb ihnen die „neuen Farben“ in der Neuen Musik hinsichtlich der aktuellsten Fragestellungen wohl eine Herzensangelegenheit sind. – Eine gute Voraussetzung, abstrakte, experimentelle Stücke wie Sequitur IV von Elektroniker KARLHEINZ ESSL umzusetzen. Essl verhält sich darin gegenüber einem Cellisten wie dessen mit wiederholenden Real-Zeit-Loops, Canon-artig dazu spielender DJ, oder auch: wie dessen Dirigent. Sein Musikzugang von einer Klang-Labor-Situation lässt sich mit der Tatsache erklären, dass er auch Chemiker und Kunsthistoriker ist.

Eine ähnliche Nebenbeschäftigung prägt den österreichischen Computermusiker JOHANNES KRETZ, der als Mathematiker wunderliche, aber fein geordnete, synthetische Klangfarben mit innewohnender Akkord-Harmonie erschafft. Das zeigt sich in einer bildhaft erzählenden Dramatik, und erklärt den Titel, like a painting.

Im Zuge des Abends wird man merken, dass sich die neuen Musikfarben auch über Rhythmus definieren. Damit arbeitet Alexander WAGENDRISTEL in seinem Werk Ajándek als Hommage an Iván Eröd, der von der Zwölftonkonstruktion zur mit modalen Skalen, Zigeunertonleitern und ungarischen Elementen versehenen Tonalität zurückfand. Heinz Karl GRUBERs 2 Rhapsodien dürften ebenfalls in diese Richtung tendieren. Eine weitere Steigerung in den allgemein verständlichen Wohlklang erzielt Komponistin Barbara REKTENWALD mit ihrem Stück Tangele, deren Jazz-Rhythmus lateinamerikanisch durchdrungen ist. Spanisch-feierlich klingt schließlich Michael PUBLIGs Bearbeitung von Klassik-Jazz-Ikone George GERSHWINs 2 Preludes aus.

Inwiefern sich die unentdeckten Möglichkeiten weitgefasster Tonalität sonst noch offenbaren, sodass sie das Publikum in ihren Bann ziehen, werden außerdem der mit irritierenden Dreiklängen arbeitende Leo BRAUNEISS in Heptatonon, der Sätze mit eigenem Charakter schaffende Michael SALAMON in Partielle Elegie, sowie der rhythmisch-melodisch berührende Peter RICHTER in Sommernachtstraum zeigen.



URSULA ERHART-SCHWERTMANN, Wienerin, Cellistin im Tonkünstlerorchester Niederösterreich und in der Academia Allegro Vivo, Kammermusikerin und Solistin, Arrangeurin und Komponistin, zahlreiche CDs



TZVETA DIMITROVA, Bulgarin, Pianistin, Komponistin, Musikkorrespondentin des National Radio Sofia




NEUE MUSIK – NUOVI COLORI

Violoncello: URSULA ERHART-SCHWERTMANN
Piano: TZVETA DIMITROVA
Elektronik: KARLHEINZ ESSL
Elektronik: JOHANNES KRETZ

30.11.2017, 19h30

Roter Salon der Oesterreichischen Interpretengesellschaft (OESTIG/LSG),
Wipplingerstraße 20/EG, 1010 Wien

Dank INÖK-Unterstützung: Freier Eintritt

Reservierungen unter: rotersalon@oestig.at



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