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Martin Moro: Interview zum Solo-Konzert 19.10.2017, 19h30

Moro: „Den Marlboro-Mann vor dem Sonnenuntergang brauche ich nicht mehr“




„Wunderschön“ mag als Bezeichnung abgedroschen klingen. Bei ihm trifft es aber zu: Ausnahmegitarrist und Chef-Fingerstyler MARTIN MORO verströmt mit seiner mehrdimensional filigranen Musik Poesie. Dabei ist er noch so erdig, dass selbst Amerika-affine Folk-, Blues-, Jazz- und Gospel-Puristen fasziniert sind. Mit seinen Singer-Songwriter-Balladen und humorvollen Moderationen hievt er das Ganze schließlich in eine abgerundete Unterhaltung von höchstem Niveau!

ROTER SALON:

Ich höre starken American Style in ihrer Musik heraus. Finden wir darin auch den Österreicher Moro?

MORO:

Die Stücke in meinem Weihnachtsprogramm enthalten auch einen Landler. Das könnte ich eigentlich spielen, denn Weihnachten ist nah und damit die Zeit für die Bewerbung meines diesbezüglich unkonventionellen Albums. Grundsätzlich ist aber der ganze Bereich Akustik-, Fingerstyle-Gitarre und New-Akustik-Music fächerübergreifend. Da geht es nicht nur um Rock, Blues, Folk, sondern um alles zusammen, einschließlich der virtuosen Klassik. Denn wenn ich den ganzen Abend nur einen Musikstil spielen darf, sterbe ich vor Langeweile. Es ist ein sehr buntes Programm, einfach so, wie ich Musik höre.

ROTER SALON:

Sie sind also nicht der richtige Mann im falschen Land?

MORO:

Nein, gar nicht.

ROTER SALON:

Mit ihrer Musik erscheint dennoch ein – wenn auch musikalisch äußerst gebildeter – Westernheld vor meinen Augen ...

MORO:

Also in meinem Alter brauche ich den Marlboro-Mann mit Sonnenuntergang nicht mehr. Welche Bilder allerdings im Kopf-Kino des Publikums projiziert werden, darüber habe ich keinen Einfluss. Und diese Projektion ist auch legitim, da der zugrundeliegende Blues aus dem angloamerikanischen Raum kommt.

ROTER SALON:

Eine ihrer Besonderheiten ist die Mehrstimmigkeit, so dass der Zuschauer das Gefühl hat, als würden mehrere Gitarren gleichzeitig gespielt ...

MORO:

Diese typische Fingerstyle-Technik habe ich mir selbst beigebracht.

ROTER SALON:

Gibt es hier viele Musiker, die das beherrschen?

MORO:

Ein Jahrestreffen mit ihnen könnte man in einer Telefonzelle abhalten.

ROTER SALON (lacht):

Ihre Biografie lässt auf den Rebell in ihnen schließen.

MORO:

Weil ich mit zwölf Jahren mit dem klassischen Unterricht abbrach? Wo nur akademische Normen dominierten, sodass der Spirit der Musik verloren ging? – Ich merkte tatsächlich, dass ich drauf und dran war, die Freude am Musizieren zu verlieren. Von da an war ich nur noch Autodidakt.

ROTER SALON:

Was bewegt sie in ihren Texten?

MORO:

Traditionelle Gospelthemen und persönliche Gedanken aus meiner eigenen Feder. Da geht es in Sachen Liebe weniger um Verlangen oder rosarote Teenagerträume, als etwa um Gefühle gegenüber Gott; oder gegenüber unserer Tochter, als sie gerade auf dem Weg war, die Welt zu erblicken. Der Begriff „Liebe“ ist also weit gefasst. Primär bin ich jedoch ein Instrumentalist, mit lediglich drei bis vier auflockernden Singer-Songwriter-Songs pro Abend. Es ist mir viel wichtiger, das Publikum über meine selbst komponierten Melodien so weit zu erreichen, dass es seine eigenen Geschichten assoziiert.

ROTER SALON:

Haben sie ihr Stammpublikum oder immer wieder neue Fans?

MORO:

Beides. Medien wie Ö1 tragen zu meinem immer breiter werdenden Publikum bei. Es freut mich wirklich sehr, Menschen von 15 bis 85 Jahren anzuziehen.

Videobeispiele:
http://www.martinmoro.com/de/presse-promo/videos/


MARTIN MORO, solo

19.10.2017, 19h30

Roter Salon der Oesterreichischen Interpretengesellschaft (OESTIG),
Wipplingerstraße 20/EG, 1010 Wien

Eintritt:
Mindestspende: 15 Euro Erwachsene
12 Euro (Studenten, Pensionisten, LSG- und OESTIG-Mitglieder)



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